
Wir hätten es mit viel Wasser zu tun. Das wird schon gehen. Mit mulmigem Gefühl einer gehörigen Prise Vorsicht und mit viel Respekt bin ich als Softpaddler (Anfängerin) nach Landeck gefahren.
Das viele Wasser hat mir dann bei der ersten grossen Welle auch schon beinahe das Paddel weggerissen. Aber Stuti im Ohr, " paddeln, paddeln!" und durch war ich. In den ersten zwei Tagen war ich beschäftigt das gelernte von zu Hause umzusetzen. Am Mittwoch hatte ich mich soweit gefangen das ich motiviert die Legende Imsterschlucht mitfahren wollte. Wir verraten niemandem dass mit dem Hochwasser so einige knifflige Stellen leichter wurden. Es war dann auch wirklich cool. Ja, kalt das ist der Inn, ich kann es bestätigen. Ganz lang ist alles gut gegangen. In den riesigen Wellen sahen wir uns zeitweise nicht mehr.
Und vor einer besonders schönen Stelle, zu Beginn einer rechts Kurve ist es dann passiert. Das Wasserlesen liegt mir wie so vieles noch nicht. Ich, immer möglichst dich hinter Stuti um die beste Linie nicht zu verlieren. Aber wieso treibt es mich nun so weit ab, von guter Linie keine Rede mehr. Ist das vor mir nun eine Walze, oder eine grosse Welle? Es stellt mich quer, und, es war eine Walze die mich glatt umgehauen hat. Das Boot sofort umdrehen haben wir gelernt !!!!!! Mach das mal bei diesem Wellengang. Dann was nachher kam waren tolle, schönste, Wellen und ich mich abmühend diesen ollen Kahn zu kehren und nicht zu viel Wasser zu saufen. Bei einem Schwimmer werden wir lange schwimmen wurde uns zu Beginn der Tour prophezeit. Ich hatte so klamme Finger dass ich mich kaum mehr am Boot halten konnte. Weiss jemand von Neoprenhandschuhen?
Ja und wo waren denn nun die Rückwasser? Diese dummen Flussbegradiger haben überhaupt nicht an uns Kanuten gedacht. Eine halbe Ewigkeit und somit die schönste Stelle musste ich mich abschleppen lassen. Ganz schön anstrengend für den Abschleppdienst. Nochmals herzlichsten Dank. Ja sonst würde ich nun im schwarzen Meer schwimmen. Ihr wisst sicher was mein nächstes Ziel ist . Eskimotieren lernen, weil diese olle Schwimmerei ist zum kot........
Am Nachmittag haben wir dann die nahe Rodelbahn unsicher gemacht. Nicht bremsen war das Ziel. Stuti hat dann alle ausgebremst weil so langsame Touristen die Gegend bestaunen mussten. Und ihr könnt euch ja vorstellen dass das dauert.
Der Einzige dem der Zwischenhalt gelegen kam, war Sandro. So ist es überhaupt nicht aufgefallen dass er doch gebremst hat. Nach einem Almdudler ging es Richtung Zeltplatz. Den Organisatoren ein herzliches Dankeschön.